Gordan-Dental GmbH

Dr. Gordán Tamás

Fachzahnartz Stomatologe
Chirurgischer Fachzahnartz

Gordán-Dental GmbH

Stomatologie und Zahnarztpraxis
Kaposvár, Bajcsy-Zsilinszky str. 61.
Tel.: 36/30-936-2261

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Zirkoniumdioxid - "Das Material für vollkeramischen Zahnersatz"

Zirkonoxid oder chemisch korrekt Zirkoniumdioxid (ZrO2) ist eine hochfeste, für den dentalen Einsatz mit Yttriumoxid verstärkte Hochleistungskeramik. Für Zahnersatz werden Werkstoffe gesucht, die stabil (mechanisch stabil), mundbeständig (chemisch stabil), ästhetisch ansprechend und zudem gut verträglich (biokompatibel) sind.
Mit dem Material Zirkoniumdioxid ist es gelungen, einen Werkstoff anzubieten, der all diese Anforderungen erfüllt. Das Material ist seit Jahrzehnten in der Autoindustrie (Bremsscheiben für Sportwagen, Kugellager) und in der Raumfahrt (Hitzeschild der Raumfähren) im Einsatz.
In der Humanmedizin werden künstliche Hüftgelenke aus Zirkoniumdioxid verwendet. Außerdem hat der Werkstoff eine weiße Farbe und lichtdurchlässige Eigenschaften, ist also dem natürlichen Zahn verwandt. Somit ist Zirkoniumdioxid in idealer Weise für den Einsatz in der Zahnmedizin geeignet. Aufgrund seiner hohen Festigkeit können damit auch ausgedehnte metallfreie Restaurationen (Zahnersatz) angefertigt werden.
Bis vor wenigen Jahren konnte man Gerüste für solche ausgedehnten Arbeiten nur aus Goldlegierungen oder Nichtedelmetalllegierungen herstellen. Durch steigende Edelmetallpreise ist die Versorgung mit Vollkeramischen Versorgungen auch aus wirtschaftlicher Sicht eine echte Alternative zu den klassischen Versorgungen aus Metallkeramik.

Vorteile des Werkstoffes Zirkoniumdioxid

Zirkoniumdioxid bietet eine Reihe von Vorteilen, die hier kurz erläutert werden sollen:

Bisher werden Kronen und Brücken in der sog. Metallkeramik-Technik (VMK) hergestellt, das heißt ein Metallgerüst, das für die Stabilität der Restauration verantwortlich ist, wird mit Keramik verblendet, die für das zahnähnliche Aussehen sorgt. Oftmals zieht sich die Gingiva im Bereich des Zahnersatzes zurück und ein grau wirkender Kronenrand wird sichtbar.
Die Keramikverblendung hat sich über die Jahre hinweg nicht verändert. Dennoch ist durch die Eindunklung des Randbereiches die gesamte Ästhetik gestört. Solche Restaurationen werden oft, obwohl sie funktionell noch intakt sind, entfernt und durch neue ersetzt. Trotz korrekter Verarbeitung der Metallgerüste kann trotzdem im Randbereich eine leichte Rötung auftreten.
Mit Zirkoniumdioxidkronen erscheint der Übergang vom Zahn zur Gingiva wie bei natürlichen Zähnen. Die Wirkung von Zirkoniumdioxid auf die umgebende Gingiva scheint günstiger zu sein als bei Metallen.

Durch die hohe Festigkeit von Zirkoniumdioxid muss weniger vom Zahn abgeschliffen werden als bei anderen vollkeramischen Restaurationsformen.

Ein weiterer Vorteil ist die geringe Anlagerung von Belägen (Plaqueaffinität) auf den Zirkoniumdioxidrestaurationen aufgrund einer äußerst homogenen und glatten Keramikoberfläche.

Allergische Reaktionen auf Vollkeramische Versorgungen mit Zirkoniumdioxid sind in der Literatur nicht bekannt.

Aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit von Keramiken ist das Warm-/Kaltempfinden wie bei natürlichen Zähnen.

Aufgrund der guten Lichtdurchlässigkeit sind Kronen und Brücken aus Zirkoniumdioxid nur vom Fachmann als Zahnersatz erkennbar.

Indikationen für Zirkoniumdioxid

Was kann man aus Zirkoniumdioxid alles herstellen? (Indikationen)

Da die werkstoffkundlichen Eigenschaften von Zirkoniumdioxid (Biegefestigkeit, Risszähigkeit) deutlich besser sind als bei bisherigen metallfreien Werkstoffen, ist das Einsatzgebiet sehr groß.

Alle folgenden Indikationen und Beispielfälle sind Informationen für Fachkreise.

Folgende Indikationen sind möglich:

Kronen und Brücken im Frontzahnbereich
Kronen und Brücken im Seitenzahnbereich
Implantatkronen
Implantatbrücken
Hybridbrücken (Ein Pfeiler ist ein natürlicher Zahn, ein Pfeiler der Brücke ist ein Implantat, derzeit als Invivo-Studie an der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik der LMU München)
Klebebrücken (noch keine Langzeitstudienergebnisse vorhanden)
Konuskronen - Primärteile

Es gibt sicher noch viele weitere individuelle Anwendungen, die hier nicht erwähnt wurden. Die oben genannten Möglichkeiten sind zum Teil bereits Stand der Technik und haben in der Vergangenheit zu guten Ergebnissen geführt.

Vollkeramische Brücke mit Zirkoniumdioxidgerüst auf einem natürlichen Zahnstumpf und einem Implantatpfeiler

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Photo:

Beispiele für Kronen im Front- und Seitenzahnbereich Beispiele für Kronen im Front- und Seitenzahnbereich Beispiele für Kronen im Front- und Seitenzahnbereich Beispiele für Kronen im Front- und Seitenzahnbereich